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Opel Blitz - Einheits LKW

Ab den 1930er-Jahren entwickelte sich die Adam Opel AG zu einem der führenden Nutzfahrzeughersteller im Deutschen Reich. In Brandenburg an der Havel wurden ab 1930 serienmäßig Lkw mit einer Nutzlast von bis zu 3 Tonnen gefertigt. Einer dieser Lkw, der Opel Blitz, wurde unter dem Modellnamen „Opel Blitz 3.6 – 36 S“ zu einem der meistverwendeten Lastkraftwagen der Wehrmacht. Die Bezeichnung stand dabei für den 3,6-Liter-Ottomotor, einen Radstand von 3600 mm sowie den standardmäßigen Hinterradantrieb (S = Standardantrieb).

Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde die militärische Bedeutung standardisierter Transportmittel immer wichtiger. 1940 forderte das Heereswaffenamt die Reduktion der Typenvielfalt zugunsten eines einheitlichen 3-Tonnen-Lkw für das Heer. Infolgedessen entwickelte Opel eine militärspezifische Version des Blitz – den Opel Blitz 3.6-6700 A (A = Allrad).

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Technische Daten 3.6-36S / 3.6-6700A

Motor

Leistung

Hubraum

Kühlungsart

75 PS

3.626 cm2

Wassergekühlt

Antrieb

Anzahl Gänge

Geländegang

Antrieb

V_max Strasse

4

Nein / Ja

Hinterrad / Hinterrad, Allrad zuschaltbar

80 km/h / 70 km/h

Kraftstoff

Kraftstoffart

Kapazität

Verbrauch Strasse

Benzin

82 Liter

24 Liter pro km / 30 Liter pro km

Gewicht, Masse

Leergewicht

Gesamtgewicht

Länge

Breite

2500 kg / 3000 kg

5500 kg / 5900 kg

6000 mm

2200 mm

Dieser Lkw wurde ab Juli 1940 in Serie produziert und war speziell auf die Anforderungen des militärischen Einsatzes abgestimmt. Er war aufgrund seiner Robustheit, einfachen Wartung und hohen Verfügbarkeit ein wesentlicher Bestandteil der motorisierten Logistik des Deutschen Heeres. Neben dem Truppentransport fand er auch Verwendung als Sanitätsfahrzeug, Funkwagen, Tanklöschfahrzeug (insbesondere bei der Luftwaffe und Feuerwehr) sowie mit verschiedensten Kofferaufbauten, z. B. als mobile Werkstatt oder Kommandoeinheit.

Die Produktion des Opel Blitz endete in Brandenburg am 6. August 1944 infolge eines alliierten Luftangriffs. Insgesamt wurden bis dahin 82.356 Stück des Modells 3.6-36 S und 24.981 Stück des Modells 3.6-6700 A gefertigt.

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